„Ich hielt Phil Lynott für einen der Kellner!“ (Scott Gorham) |
Was sagt denn Frau Gorham dazu, dass ihr Mann auch nach mehr als 20 Jahren immer noch oft unterwegs ist? Sie schiebt mich durch die Tür [lacht]. Meine Frau arbeitet ebenfalls viel, als Führungskraft bei Live Nation [riesige Firma für Konzertveranstaltungen – Anm. d. A.] und demnächst noch in einem anderen leitenden Job. Ich habe es schon so oft in diesem Geschäft erlebt, dass eine Frau mit einem Musiker zusammenkommt, aber nicht so richtig weiß, worauf sie sich einlässt. Zuerst sieht der Mann so verdammt cool aus da oben auf der Bühne mit all den Lichtern und den jubelnden Zuschauern davor. Ist das nicht aufregend? |


Scott, vor 30 Jahren hast du mit Thin Lizzy in aller Welt gespielt und das Leben eines Rockstars geführt. 2009 bist du – aller-dings mit einer neuen Version der Band – immer noch unterwegs. Ruhestand ist also keine Option? Scott Gorham: Das „R-Wort“ benutzen wir nie [lacht]. Im Musikgeschäft gibt es kein offi zielles Rentenalter. Ich bin jetzt schon über 55, und es gibt keinen Grund, über ein Ende nachzudenken. Aufhören sollte man nur aus einem einzigen Grund, aber der ist gewichtig: Wenn man keine Freude mehr daran empfi ndet oder sich nicht mehr zu den täglichen Dingen wie Interviews aufraffen kann. Ich persönlich bin von diesem Punkt immer noch weit entfernt.